Postmünster. Eine schöne vorweihnachtliche Feier gab es in der Grundschule. Im Beisein von Bürgermeister Ludwig Eder und Altbürgermeisterin Bärbel Wochinger bereiteten die Kinder als Sänger und Darsteller sowie die Akkordeongruppe allen Gästen eine große Freude. Zum Abschied von Hausmeisterin Rita Fürstberger (hinten 2.v.l.) durch Rektor Dr. Achim Heinze führten die Kinder ein Szenenspiel aus dem Leben der beliebten Hausmeisterin vor. Lena Neuberger schlüpfte dabei in die Rolle Fürstbergers. Anerkennung sprachen ihr auch Bürgermeister Ludwig Eder und Elternbeiratsvorsitzender Reinhold Siglaus. - rb/F: Bloch
Postmünster. Der Förderverein Schule-Kindergarten hat bei der Jahresversammlung im Gasthaus Eder neu gewählt.
Vorsitzender bleibt Dr. Georg Tüller, neue Stellvertreterin ist Pia Hopfenwieser, die Beatrix Burner nachfolgt. Schriftführer ist nun Agnes Denk, Kassier Franz Speckner. Dessen Arbeit prüfen Hans Schmidbauer und Elke Langhammer.
Im Beisein von Kindergartenleiterin Daniela Otterbein und Rektor Dr. Achim Heinze zog Vorsitzender Tüller Bilanz. Der Förderverein habe bisher die Schule mit 12 900 Euro und den Kindergarten mit 12 200 Euro unterstützt, sagte er. Als Beispiele nannte er z.B. Schullandheim, Spielteppich oder Trockenschrank für Zeichnungen sowie Sitzbank (gebaut von Martin Denk), Sofa, Schaukel oder Theater. Als schönen Erfolg wertete er das Adventsingen, das 2014 wieder stattfinden wird.
Der Dank galt Beatrix Burner für die gute Zusammenarbeit und Bürgermeister Ludwig Eder für die Unterstützung. Als nächste Projekte will man nun den Ausflug des gesamten Kindergartens und den Wintersporttag der Schule bezuschussen. - red
Nach der Neuwahl beim Förderverein Schule-Kindergarten: (hinten von links) Franz Speckner, Dr. Georg Tüller und Dr. Achim Heinze sowie (vorne von links) Agnes Denk, Pia Hopfenwieser, Beatrix Burner, Elke Langhammer, Hans Schmidbauer und Daniela Otterbein. - Foto: red
Postmünster. Hoch interessant war für 22 Kinder der 3. Klasse der Grundschule der Besuch bei der Feuerwehr. Begleitet von Rektor Dr. Achim Heinze und auf Einladung von FFW-Vorstand Gerold Geißinger besichtigten sie die beiden Einsatzfahrzeuge der Wehr und die Räumlichkeiten im Gerätehaus. Nach einer kleinen Brotzeit stellten die Kinder den Feuerwehrlern eine Vielzahl von Fragen. Höhepunkt war die Rückfahrt zur Schule mit den Einsatzfahrzeugen. - rb
Von Holger Becker
Als ein „Zeichen für verantwortungsvolle Erziehungsarbeit“ bezeichnet Schulrätin Elisabeth Kapfhammer den Sozialpreis, der heuer zum 18. Mal an Projekte in Grundschulen vergeben wurde. Initiert hat ihn einst der damalige Schulamtsdirektor Helmut Weingärtner, gestiftet wird der Preis von der Firma Bau Sem in Tann.
Soziales werde oft vernachlässigt, dabei dürften vor allem Schulen sich nicht von der Gesellschaft ausschließen sondern sollten aktiv an einem sozialeren Miteinander teilhaben, befand der Rektor der Grundschule Postmünster, Dr. Achim Heinze. Sozialerziehung, beginne in der Familie, die Schule führe diese weiter, betonte Schulrätin Kampfhammer.
Insgesamt 17 Projekte wurden heuer an den Grundschulen im Landkreis durchgeführt. Die Palette ist breit gefächert, sie reicht von Hilfsprojekten für arme Länder bis hin zu Aktionen vor Ort. „Gerade weil es uns gut geht, sollten wir nicht wegschauen“, so Schulrätin Kampfhammer. Denn Not oder soziale Missstände gibt es nicht nur in fernen Ländern, sondern auch bei uns.
Bei der Preisverleihung in der Grundschule Postmünster wurden sieben Projekte präsentiert: die Erstellung und Verwaltung eines Spielehauses an der Grundschule in Simbach am Inn, die Erarbeitung von Regeln und Werten für ein besseres Miteinander an der Grundschule in Wittibreut, die Förderung der Sozialkompetenz durch Spiele an der Grundschule Postmünster, die Auseinandersetzung mit dem Thema Schokolade vor dem Hintergrund der Ausbeutung von Kindern und Armen aus den Ernte-Ländern in Afrika und mit fairem Handel an der Grundschule Eggenfelden, ein Hilfsprojekt für die indische Provinz Kerala an der Grundschule in Unterdietfurt, Spendenaktionen für den Kongo an der Grundschule Hebertsfelden oder für das Hifsprojekt „Holy Dove“ in Uganda an der Grundschule Mitterskirchen.
Begeistert zeigte sich „Patin“ Reserl Sem von den Projekten: „Ganz toll. Ihr seid Botschafter für das Leben und Botengänger in die Elternhäuser“. Lohn für die Bemühungen der Schüler: An die 17 Projekte wurden insgesamt 2.500 Euro ausgeschüttet.
Nicht wegschauen, sondern etwas tun - ob nun für das gute Miteinander in der Schule und die Gemeinschaft vor Ort oder für Not leidende Menschen in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern. Lobenswertes Engagement von Kindern für ihre Mitmenschen ist bei der Verleihung des Sozialpreises für Grund-, Haupt-, Mittel- und Förderschulen deutlich geworden. Sieben der 17 Projekte wurden bei der Preisvereilhung an der Grundschule Postmünster besonders vorgestellt - mit originellen Auftritten, Aktionen oder Kostümen.
Bereits zum 13. Mal stelle diesen Sozialpreis in Höhe von 2500 die Firma Bau-Sem (Zimmern) zur Verfügung. wofür sich Schulrätin Elisabeth Kapfhammer bedankte. „Entscheidend ist, dass der Blick auf den Mitmenschen, seine Bedürfnisse und Not gerichtet wird“, sagte sie. Wenngleich die Not in Entwicklungsländern meist besonders groß und Hilfe dort besonders nötig sei, so müsse soziales Handeln vor der eigenen Haustür beginnen. Mehrere Klassen hätten denn auch Projekte zur Unterstüzung von, Menschen im nahen Umkreis durchgeführt.
Soziale Aspekte würden heute in Veröffentlichungen oft vernachlässigt. Gerade die Schule, dürfe sich aber vor der Gesellschaft nicht verschließen, gab Rektor Dr. Achim Heinze zu bedenken. Bei diesem Projekt gehe es um Taten statt Worte, um soziale Schulprojekte im Landkreis. Über die weiteren Programmpunkte informierte das Schul-TV Postmünster - durch die „Sendung“ führten Lili Feldmann und Sarah Anzinger.
Dann waren die Kinder an der Reihe, die ihre Projekte vorstellten: das „Spielehaus“ der Grundschule Simbach (Ziele: Verantwortung übernehmen, den Umgang mit Geld lernen, Lehrspiele machen); das „Haus des guten Miteinanders“ der Grundschule Wittibreut (Workshop über Werte und Regeln an der Schule, was ist ok wie fair, ehrlich, freundlich oder hilfsbereit und was ist nicht ok); „Komm, spiel mit!“ der Grundschule Postmünster (Förderung von Sozialkompetenz, Gemeinschaft, Freundschaft; Partnerschulen (Nordirland, Dänemark, Portugal) einbezogen, Aktionen wie Activity-Day, Museumsbesuch, Spiele für Kinder und Eltern); „Alles Schoko, oder was?" von der Grundschule Eggenfelden (Bewusstseinsbildung, Start in der Fastenzeit, Inhalt: Herkunft des Grundstoffs Kakao, Kinderarbeit bei der Ernte und andere Misstände, Ausstellung, „fair“ gehandelte Schokolade); „Sozialprojekt Indien“ der Grundschule Unterdietfurt mit Pater Michael George aus Indien (Kennenlernen von Kultur, Religion, Land und Menschen, Spendenflohmarkt bringt 655 Euro ein); „Wir sammeln Spenden für den Kongo“ der Grund- und Mittelschule Hebertsfelden (Tierbilder malen, Trommeln basteln, Weihnachtsmarktstand, Radfahraktion, Pflanzenverkauf, Afrika-Schulfest am 5. Juli als Höhepunkt, Zusammenarbeit mit Hilfswerk Spes Viva e.V.); „Afrika“-Projekt der Grundschule Mitterskirchen (im Rahmen der Misereor-Aktion wird das Hilfsprojekt „Holy Dove“ - Secondary School in Kasese/Uganda von Christine Praller aus Massing unterstützt; thematische Workshops (Tiere, Kochen/Essen, Trommeln basteln, Theaterstück „Eine Freundschaft in der Savanne“, Verkaufsaktion; Ergebnis: 2500 Euro für „Holy Dove“).
Für Preisstifterin MdL Reserl Sem steht fest: Ihr seid hervorragende Botschafter für das Leben, sagte sie zu den Kindern und lobte das „wertvolle Engagement“. Wie Schulrätin Kapfhammer gratulierte Sem auch den Schulleitungen und Lehrkräften. Mit schwungvollen Liedern hatten die 3. und 4. Klasse der Postmünsterer Schule mit der Musikgruppe die Veranstaltung bereichert. Die weiteren eingereichten Projekte kamen von der Grundschule Malgersdorf, Grund- und Mittelschule Gangkofen, Mittelschule Simbach, Mittelschule Arnstorf, Grundschule Zeilarn, Grund- und Mittelschule Kirchdorf so wie von den Grundschulen Julbach, Simbach, Schönau und Prienbach.
Unter den Gästen der Präsentation waren auch Pfarrer Max Weigl und Bürgermeister Ludwig Eder sowie Vertreter von Elternbeirat und Förderverein.